Nicht genug Eisen im Blut

Hallo Mädels, wie geht es Euch heute? Ich bin etwas müde. Es ist ja auch kein Wunder. Draußen ist es nicht nur kalt und ungemütlich, sondern oft auch dunkel. Es macht einfach keinen Spaß aus dem Bett zu kommen. Hätte ich die Möglichkeit dazu, dann würde ich es wie die Bären und Igel machen, meinen Stoffwechsel herunterfahren und das Winterhalbjahr verschlafen. Allerdings machen Menschen so etwas nicht. Ist man auch bei ausreichendem Schlaf irgendwie schlapp und müde, dann kann das aber auch an der Ernährung liegen. Unser Körper hat Bedarf an unterschiedlichen Nährstoffen. Eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten ist dabei garnicht so einfach. Was kann man aber tun, wenn man offensichtlich eine Mangelerscheinung hat? Hat man beispielsweise nicht genug Eisen im Blut, dann kann das zu Blutarmut führen. Die ersten Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Eisen im Körper

Im menschlichen Körper findet man normalerweise etwa 4 Gramm Eisen. Das Spurenelement wird in der Milz und der Leber eingelagert und findet sich in erster Linie im Blut. Dort ist es für die Bildung der roten Blutkörperchen notwendig. Außerdem ist es am Sauerstofftransport beteiligt. Das Eisen, das wir mit der Nahrung aufnehmen wird nur zu einem kleinen Teil aufgenommen. Der Großteil wird wieder ausgeschieden. Das Eisen, das in die Blutbahn gerät bindet sich an Eiweiß und wird so an seinen Bestimmungsort transportiert. Diese Eiweißverbindung des Eisens nennt man Transferrin. Es wird in die Organe und ins Gewebe gebracht und geht dort eine neue Bindung mit Eiweiß ein. Es wird als Ferritin eingelagert.

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Die blasse Haut ist ein Schönheitsideal. Sie kann aber auch ein Zeichen für Eisenmangel sein

Eisenmangel

Ist die Menge an Eisen, also eigentlich an Ferritin im Blut zu gering, dann spricht man von Eisenmangel. Bei Frauen zwischen 18 und 39 Jahren liegt der Normalwert bei 37 – 165 µg/dl. Es sollten also in einem Deziliter Blut zumindest 0,000037 Gramm Eisen enthalten sein. Der Normwert liegt bei Männern zwar mit 40 – 155 µg/dl etwas höher, aber trotzdem haben Frauen einen höheren Eisenbedarf als Männer. Männer sollten etwa 10 Milligramm Eisen pro Tag zu sich nehmen. Frauen 15 Milligramm, also 1,5 mal so viel, wie Männer. Die Ursache dafür ist unsere Regelblutung. Während der Menstruation verliert die Frau viel Blut. Blut, das der Körper nachproduzieren muss. Dafür wird Eisen benötigt. Auch eine Schwangerschaft erhöht den Eisenbedarf im weiblichen Körper. In erster Linie sind also Frauen von Eisenmangel betroffen.

Symptome

Die Symptome des Eisenmangels sind, wie schon weiter oben erwähnt, Müdigkeit. Man fühlt sich schlapp und müde, obwohl man ausreichend schläft. Die Haut wird blasser und Kopfschmerzen und Schwindel treten auf. Wir frauen leiden häufiger unter einem Mangel an diesem Spurenelement. Nicht zuletzt auch deswegen, weil wir unsere Ernährung bewußter gestalten. Viel Eisen ist im Fleisch enthalten. Wenn die Männer also ein Steak verzehren, nehmen sie die benötigte Menge Eisen leicht zu sich. Bevorzugt man Salat, Obst und Gemüse, dann ist es schon schwieriger. Zusammen mit dem höheren Bedarf ist die geringere Menge, die wir Frauen üblicherweise aufnehmen, eine solide Basis für einen Eisenmangel. Allerdings bietet auch eine vegetarische Ernährung die Möglichkeit, ausreichend Eisen zu sich zu nehmen.

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Während der Monatsblutung verlieren Frauen jeden Monat Blut. Mit ein Grund für den erhöhten Eisenbedarf

Pflanzliches Eisen

Eine ausgezeichnete Quelle für pflanzliches Eisen sind Haferflocken. Die kleinen, flachgedrückten Samen sind ein richtiges Superfood und decken fast den gesamten Nährstoffbedarf. Auch Leinsamen, Sesam liefern viel Eisen. Wer gerne knabbert, für den bieten sich Nüsse, etwa Pistazien, oder auch Kürbiskerne an. Lässt sich nicht ausreichend Eisen über die Nahrung aufnehmen, stehen auch Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung. Hier sind viele Frauen zurecht skeptisch. Die synthetisch hergestellten Präparate enthalten durchaus die entsprechende Menge an Nährstoffen, der Körper kann sie aber oft weniger gut aufnehmen. Stattdessen gibt es auch pflanzliches Eisen und Vitamin C in Kapseln, die aus natürlichen Ausgangsstoffen hergestellt wurden. Das natürlich enthaltene Eisen wird vom Körper besser aufgenommen, als synthetisch hergestelltes.

Eisengehalt von Spinat

Viele kennen die Weisheit, dass Spinat hohe Mengen an Eisen enthält. Das ist wohl auch für viele Menschen ein guter Grund, das grüne Gemüse regelmäßig zu essen. Allerdings handelt es sich dabei um einen Irrtum. Tatsächlich ist der Eisengehalt im Spinat relativ hoch. Doch seinen Ruf verdankt er einem einfachen Fehler. Der Eisengehalt wurde für 100 Gramm getrockneten Spinat ermittelt. Später wurde die ermittelte Menge für 100 Gramm frischen Spinat angewandt. Damit liegt der tatsächliche Eisengehalt etwa bei einem Zehntel dessen, was man behauptet. Es gibt dazu auch eine zweite Geschichte, nach der in einer Nährwerttabelle ein Komma falsch gesetzt und der Wert damit um den Faktor 10 erhöht wurde. Wie auch immer es genau passiert ist, ist unerheblich. Fakt ist, dass Spinat nicht der hervorragende Eisenlieferant ist, für den man ihn hält. Speziell auch deswegen, weil das Eisen im Spinat schlecht verwertbar für den Körper ist.

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Dass Spinat viel Eisen enthält ist richtig. Allerdings nicht die Mengen, die man ihm nachsagt

Eisendiät

Als Frau muss man also sehr darauf achten, ausreichend Eisen zu sich zu nehmen. Das ist über die Ernährung durchaus machbar. Während der Menstruation, oder einer Schwangerschaft steigt der ohnehin schon hohe Eisenbedarf noch weiter. Isst man wenig Fleisch, Hülsenfrüchte, oder Nüsse, dann sind Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen. Hier solltet Ihr aber besser Produkte verwenden, die auf natürliche Inhaltsstoffe setzen. Diese Präparate sind leichter zu verdauen und der Körper kann das enthaltene Eisen besser verwerten. Fühlt Ihr Euch müde und ist Eure Haut blass, dann solltet Ihr Euch rasch um ausreichend Eisen in der Ernährung bemühen. So hat man wieder mehr Energie und kann die täglichen Herausforderungen des Lebens wie gewohnt meistern.

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