Wie viel Trinkgeld gibt man Umzugsleuten?

Hallo Mädels, Ihr habt sicher schon mal einen Hollywoodfilm gesehen, in dem ein unbeholfener Gast in einem Hotel nicht mit der aufgehaltenen Hand des Personals umgehen konnte. Kevin verteilte Kaugummis, während er allein in New York war und auch andere Charaktere zeigen witzige Reaktionen auf die kleine Geste. Während es in verschiedenen Branchen, wie eben bei den Mitarbeitern im Hotel, oder in der Gastronomie üblich ist, Trinkgeld zu geben, ist man in manch anderen Situationen überfordert. Wer bekommt Trinkgeld und wie viel Trinkgeld gibt man Umzugsleuten und anderen Menschen, die etwas für uns tun?

Wer bekommt Trinkgeld

Sehen wir uns als erstes einmal an, wer üblicherweise ein Trinkgeld bekommen sollte. Eine Regel, an der man sich sehr gut orientieren kann ist Folgende. Ein Trinkgeld bekommen diejenigen, die eine einmalige Dienstleistung erfüllen. Demzufolge sollte für eine persönliche individuelle Tätigkeit, also etwa eine Taxifahrt, oder eine Massage, ein Trinkgeld bezahlt werden. Verkäuferinnen und Verkäufer sind davon erst einmal ausgenommen. Trotzdem freut sich auch die Fachkraft beim Bäcker, wenn man den Betrag aufrundet. Trotzdem ist Trinkgeld an dieser Stelle nicht üblich. Umzugsleute, also die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens, erbringen so eine individuelle Dienstleistung. In speziellen Situationen, wie etwa einem Umzug mit Tieren, müssen die Helfer aber mehr persönlichen Einsatz zeigen, als in Standardsituationen. Das gilt allerdings auch für jeden anderen Umzug. Immer ist Fingerspitzengefühl, Rücksichtnahme und besondere Sorgfalt erforderlich.

Wie viel Trinkgeld

Trinkgeld ist eine recht sensible Sache. Zwar ist niemand verpflichtet Trinkgeld zu geben, wahrscheinlich trifft man die Menschen nie wieder und selbst wenn, werden sie sich nicht erinnern, aber Trinkgeld ist ein Teil der Höflichkeit. So wie man grüßt und sich verabschiedet, so ist auch der kleine Geldbetrag nach erledigter Arbeit, ein Teil unserer Kultur. Wie hoch das Trinkgeld aber ausfallen sollte, ist garnicht so leicht zu beantworten.

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Je höher der Betrag, desto geringer kann das Trinkgeld in der Relation ausfallen.

Kein Trinkgeld

Eine Variante ist es, garkein Trinkgeld zu geben. Man ist dazu nicht verpflichtet und außer der Erwartungshaltung der Umzugsleute, oder anderer Dienstleister und der Konventionen, gibt es keinen Grund. Gibt man kein Trinkgeld, ist das allerdings ein Zeichen dafür, dass man äußerst unzufrieden war. Dabei muss man aber sehr vorsichtig sein. Muss man beim Friseur eine lange Wartezeit in Kauf nehmen, dann kann die Friseurin wahrscheinlich nichts dafür. Sie macht die Termine nicht. Vielleicht sind auch Laufkundinnen schuld, die unangemeldet, oder zu spät gekommen sind. Auch bei anderen Dienstleistungen muss man differenzieren. Ist es die Schuld des Einzelnen, dass man unzufrieden war, oder kann die-, oder derjenige vielleicht garnichts dafür?

Wenig Trinkgeld

Beträge, die unter 5% der Rechnungssumme liegen, sind gering. Rundet man im Restaurant 18,90 auf 19 Euro auf, dann ist das zwar wenig, aber immer noch ein angemessener Betrag. Rundet man 357,80 auf 358 Euro auf, dann passt die Relation nicht mehr. Waren die 10% im ersten Beispiel 0,5%, so sind die 20% im zweiten Beispiel nur noch 0,05%. Als unterste Schmerzgrenze für ein sehr kleines Trinkgeld sind diese 0,5% noch in Ordnung. Geht man darunter, ist es einfacher, kein Trinkgeld zu geben. Das ist konsequenter, als nur ein paar Promille zu geben.

Normales Trinkgeld

Als normal wird ein Trinkgeld im Bereich zwischen 5 und 10% angesehen. Dabei kann man bei kleinen Beträgen nahe an den 10% liegen und bei höheren Beträgen mit 5% rechnen. Aus 18,90 werden so zwischen 20 und 21 Euro. Beides ist angemessen. War man zufrieden, dann kann man auch etwas über die 10% gehen und aus 18,90 etwa 21, oder sogar 22 Euro machen.

Zu viel Trinkgeld

Man sollte es nicht glauben, aber tatsächlich kann man es mit dem Trinkgeld auch übertreiben. Wer bei unserem Beispiel mit 18,90 auf 50 Euro aufrundet, der schafft ein seltsames Gefühl bei der Servicekraft. Das Trinkgeld ist ein Teil des Verdienstes. Die Mitarbeiter bemühen sich um uns auch deswegen, weil sie auf ein Trinkgeld hoffen. In angemessener Höhe ist das Trinkgeld also das Begleichen einer Schuld. Man hat etwas für uns getan und wir haben dafür bezahlt. Das Gleichgewicht ist damit wieder hergestellt. Bezahlen wir zu viel, dann kommt es zu einem Ungleichgewicht. Wer zuviel Trinkgeld erhalten hat, hat das Gefühl, dass er etwas schuldet.

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Nicht nur in der Gastronomie ist Trinkgeld üblich.

Wie viel Trinkgeld gibt man Umzugsleuten

Je nach Umfang des Auftrags kann der Rechnungsbetrag bei einigen Hundert Euro liegen. Bei einem solchen Betrag ist es durchaus in Ordnung nur 5% Trinkgeld zu geben. Auch bei solchen Dienstleistungen, wie einem Umzug, sind 5-10% der ideale Bereich. Die Summe teilt man schließlich auf die Mitarbeiter auf. Man kann dabei entweder jedem einzelnen etwas geben, oder den gesamten Betrag an einen, vorzugsweise den Ranghöchsten, Mitarbeiter übergeben. Zumindest fünf bis zehn Euro sollten pro Kopf drinsein. Zwanzig Euro pro Person sind auch in Ordnung. Mehr als 100 Euro wäre übertrieben. Pendelt man sich bei 20 bis 50 Euro pro Kopf ein, ist das ein angemessenes Trinkgeld und die Umzugsleute können sich ein schönes Feierabendbier davon bezahlen.

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